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SDSL – Symmetric Digital Subscriber Line

Für den Aufruf von Internetseiten, den Download einer Datei oder die Übertragung eines hochauflösenden Videos auf den eigenen Computer bieten bereits durchschnittliche DSL-Anschlüsse eine ausreichende Bandbreite. Wollen Sie aber selbst Daten ins Netz übertragen, stoßen Sie als Anwender bei einem solchen Anschluss schnell an dessen Grenzen. Der typische DSL-Anschluss, wie er überall beworben wird, nutzt ein asymmetrisches Verfahren, bei dem die Übertragungsrate bei Downloads die Upload-Geschwindigkeit um ein Vielfaches übersteigt. Der vermeintliche Daten-Highway gleicht bei diesen ADSL-Verbindungen also eher einer Einbahnstraße. Privatanwender, die gelegentlich kleinere Dateien oder eine Mail mit Anhang versenden, bekommen diesen Flaschenhals in der Datenübertragung zwar nur selten negativ zu spüren, für viele Business-Nutzer wird er dagegen schnell zum Ärgernis. Hier bietet sich ein SDSL-Anschluss an, denn bei einem solchen Anschluss gibt es keine Übertragungsengpässe beim Upload.

Das kann SDSL leisten

Bei SDSL, der symmetrischen DSL-Variante, steht für den Upstream ins Internet die gleiche maximale Übertragungsrate wie für den Downstream bereit. Das Versenden von Datenpaketen erfolgt also genauso schnell wie deren Empfang. SDSL arbeitet, basierend auf der HDSL-Technik, im hochfrequenten Spektrum und findet deswegen gelegentlich auch als SHDSL Erwähnung. Dabei sind synchrone Übertragungsraten von bis zu 2,36 MBit pro Sekunde möglich. Dieser Wert kann durch das Bonding mehrerer Doppeladern zu einer parallelen Verbindung nochmals gesteigert werden. An einem Glasfaseranschluss ist sogar mit einer einfachen Anbindung bereits eine Geschwindigkeit von über 10 Mbit pro Sekunde realisierbar.

So profitieren Sie konkret von symmetrischen Übertragungsgeschwindigkeiten

Anhand eines Beispiels lässt sich der Vorteil von SDSL gegenüber ADSL am besten verdeutlichen. Gängige Angebote im Bereich ADSL bieten eine maximale Downloadrate von 16 Mbit/s und einen Upload von 1 Mbit/s. Eine Beispieldatei von 1 GB Größe können Sie unter diesen Rahmenbedingungen:

  • in ungefähr 9 Minuten aus dem Internet herunterladen und
  • in rund zweieinhalb Stunden hochladen.

Mit einem 16-Mbit-SDSL-Anschluss bringen Sie diese Datei genauso schnell ins Internet, wie Sie sie herunterladen können – in rund neun Minuten, während Sie bei einem ADSL-Anschluss noch über zwei Stunden auf den Abschluss der Übertragung warten müssen.

Anwendungsbeispiele für SDSL

Unterstützung für den Außendienst

Die Möglichkeit, kontinuierlich schnell Daten ins Internet hochladen zu können, ist vor allem vor für Unternehmen wichtig, die ihre Mitarbeiter im Außendienst laufend mit Daten aus dem Unternehmensnetzwerk versorgen müssen. So stehen den Mitarbeitern direkt am Einsatzort alle relevanten Informationen für ihren Auftrag in Echtzeit zur Verfügung. Die SDSL-Anbindung des Unternehmens garantiert auch beim Abruf größerer Datenmengen deren schnelle Übertragung und auch bei gleichzeitigen Anfragen von mehreren Mitarbeitern kommt es zu keinen Engpässen.

Daten sichern und das Unternehmen schützen

Regelmäßige Datensicherung steht bei den IT-Betreuern in den Unternehmen ganz oben auf der To-do-Liste. Eine optimale Datensicherheit erzielen Sie vor allem dann, wenn Sie Back-ups extern lagern, damit sie bei einem Unglück wie einem Brand in der Firma nicht gemeinsam mit den Originaldaten vernichtet werden. Mit einem SDSL-Anschluss bereitet selbst die Übertragung solch großer Datenmengen im Bereich von mehreren Hundert GB an ein externes Rechenzentrum keine Probleme mehr. Werden die Sicherungsvorgänge außerhalb der geschäftlichen Kernzeiten terminiert, steht sogar die volle Bandbreite des symmetrischen DSL-Anschlusses für das wichtige Back-up zur Verfügung.

Weitere Vorteile und ein Wermutstropfen für kleinere Unternehmen

Für die Qualität einer DSL-Verbindung und die effektive Übertragungsgeschwindigkeit ist immer die Entfernung zwischen dem Anschluss und dem DSLAM, dem Anschluss-Multiplexer, in der nächsten Vermittlungsstelle wichtig. Je geringer die Distanz, desto besser fällt die Verbindungsgeschwindigkeit aus. Steigt die Entfernung an, vergrößert sich die Leitungsdämpfung und die tatsächlichen Übertragungsgeschwindigkeiten sinken. Diese Faustregel gilt für ADSL und SDSL gleichermaßen. Trotzdem gibt es einen entscheidenden Unterschied: ADSL erreicht schon nach gut fünf Kilometern Übertragungsweg seine Grenzen, während mit dem SDSL-Verfahren auch wesentlich größere Entfernungen noch zuverlässig überbrückt werden können – zumal sich das Signal mittels Repeater noch einmal verstärken lässt. Dadurch bietet SDSL auch solchen Unternehmen eine schnelle Internetanbindung, deren Firmensitz oder Filialniederlassung etwas abseits der Zentren und Gewerbeparks liegt.
Weil SDSL über eine eigene Leitung zur Verfügung gestellt wird, benötigen Sie keinen vorhandenen Telefonanschluss wie bei einer ADSL-Verbindung. Die SDSL-Leitung lässt sich aber für VoIP-Telefonie nutzen, sodass eine getrennte Telefonleitung nicht zwingend erforderlich ist. Die Installation eines Splitters entfällt damit natürlich auch. Der gesamte Internetverkehr läuft über einen Router, den die Anbieter meist im Rahmen des Vertrags zur Verfügung stellen. Welches Datenvolumen Monat für Monat durch die Leitung fließt, ist dabei nur selten von Bedeutung, da fast alle Angebote eine Flatrate für die Datenübertragung beinhalten. Eine oder sogar mehrere feste IP-Adressen, für den Betrieb eigener Webserver, gehören zwar häufig nicht zu den Standardleistungen eines SDSL-Angebots, können aber als Option fast immer zusätzlich gebucht werden. Durch Traffic-Shaping können Sie die Übertragungsraten Ihres SDSL-Anschlusses bei Bedarf wiederum asymmetrisch gestalten und in besonderen Situationen den Download oder den Upstream priorisieren.

Gemessen an diesen Vorteilen ist SDSL ein günstiger Weg, ein Unternehmen ans Internet anzubinden. Da die monatlichen Kosten für einen SDSL-Anschluss die einer ADSL-Anbindung aber deutlich übersteigen, müssen insbesondere kleine Unternehmen den Nutzen sorgfältig gegenüber dem höheren finanziellen Aufwand abwägen.

SDSL im Überblick

  • identische Übertragungsgeschwindigkeiten bei Downstream und Upload
  • dadurch deutlich höhere Bandbreite beim Upstream als bei ADSL-Anschlüssen
  • Geschwindigkeiten im zweistelligen MBit-Bereich verfügbar
  • auch bei größerer Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle noch hohe Übertragungsraten
  • Trennung von leitungsbasierter Telefonie und Internetanbindung
  • kein Telefonanschluss notwendig
  • mögliche Basis für VoIP-Telefonie
  • statische IP-Adressen optional

Sie haben noch Fragen zu SDSL? Dann sind wir gerne für Sie in einem persönlichen Gespräch da.


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