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G.SHDSL – Informationen & Tipps

G.SHDSL – symmetrisches DSL für hohe Übertragungsgeschwindigkeiten

G.SHDSL steht für „Global Standard for Single-Pair Highspeed Digital Subscriber Line“, eine symmetrische DSL-Übertragungstechnik, die in digitalen Weitverkehrsnetzen Anwendung findet. Es handelt sich dabei um eine Zusammenfassung des ANSI-Standards HDSL2 und des ETSI-Standards SDSL, die dem ITU-Standard G.991.2 entsprechen.

Eigenschaften von G.SHDSL-Verbindungen

Mit GSHDSL lassen sich über eine oder zwei Doppeladern gleiche Datenübertragungsraten im Up- und im Downstream verwirklichen. Bei Verwendung einer Doppelader betragen die Übertragungsraten 192 bis 2.304 kbit/s. Kommen zwei Doppeladersysteme zum Einsatz, verdoppeln sich die Übertragungsraten auf 384 bis 4.608 kbit/s.

Mit einem Aderdurchmesser von 0,6 mm können theoretisch Distanzen von sechs Kilometern überbrückt werden. In der Praxis wird dies aufgrund externer Störungen auf die Kupferdoppeladern nur selten erreicht. Die Leitungsführung besteht bei derart langen Strecken meist aus mehreren Teilstücken, deren größter Teil einen Querschnitt von 0,35 mm besitzt. Die Verbindungsstellen zwischen den einzelnen Abschnitten erhöhen die Dämpfung. Zwar vergrößert sich damit die Reichweite kaum, wegen des besseren Protokolls und der wirksameren Fehlerkorrekturen ist jedoch auf kürzeren Strecken die Verbindungsqualität stabiler.

Dieser Standard ist mit fast allen herkömmlichen HDSL- und SDSL-Varianten abwärtskompatibel, sofern die Leitungscodierung der jeweiligen Systeme dem Leitungscode von GSHDSL entspricht.

G.SHDSL.bis – erweiterter Standard für höhere Übertragungsraten

G.SHDSL.bis stellt eine Erweiterung der G.SHDSL-Technologie dar. Dieser Übertragungsstandard ermöglicht Bandbreiten von bis zu 5.696 kbit/s über eine Teilnehmeranschlussleitung, während der ursprüngliche Standard maximal 2.304 kbit/s erlaubte. Hierzu wird der Bereich mit der Kodierung TCPAM-16 auf 3.840 kbit/s ausgedehnt und die neue Kodierungsstufe TCPAM-32 hinzugefügt, mit der Übertragungsraten von 768 bis maximal 5.696 kbit/s realisierbar sind. Darüber hinaus definiert der erweiterte Standard SHDSL.bis eine Bündelung von bis zu vier Kupferdoppeladern (MPAIR). Mit SHDSL.bis lassen sich Distanzprobleme überbrücken. Die maximale Reichweite hängt insbesondere von der Ausgangsbandbreite und von der Länge der Teilnehmeranschlussleitung zwischen Hauptverteiler und dem jeweiligen APL (Abschlusspunkt Linientechnik) ab. Wo bisher die zur Verfügung stehende Bandbreite für längere Distanzen nicht genügte, ist mit dem erweiterten Standard die volle Nutzung des Breitband-Internets auch an infrastrukturschwachen Standorten möglich.

Die Hardware

Ursprünglich waren die G.SHDSL-Standards wie auch die HDSL- und SDSL-Standards dazu gedacht, nach ETSI bzw. ITU die klassische E1- bzw. T1-Übertragung über größere Distanzen mittels PCM-Technologie zu ersetzen. Mittlerweile ist es mit Hilfe weiterer Bauteile in den Modems, beispielsweise Switch- und Routerfunktionen, auch möglich, Netzwerke miteinander zu verbinden oder abgesetzte Rechner an ein solches zu koppeln. Hierzu erfolgt zwischen den Modems eine Umwandlung des Signals in eine TCPAM-16-Leitungskodierung (16-stufige Trellis-Pulsamplitudenmodulation) mit einer Maximalfrequenz von 550 kHz.

G.SHDSL-Verbindungen bestehen immer aus zwei Modems: Eines erhält der Kunde, das andere verbleibt beim Provider. Normalerweise arbeiten diese als Router oder im transparenten Bridging-Modus. Vier- oder Mehrdraht-G.SHDSL-Modems der neuesten Generation arbeiten im „1&1-Mode“. Bei diesem ist Loop A generell als Slave und Loop B grundsätzlich als Master eingestellt. Es ist daher darauf zu achten, dass Loop A von Modem 1 jeweils an Loop B von Modem 2 angeschlossen wird. Somit ist beim Austausch eines Gerätes keine zusätzliche Konfiguration nötig. Zudem erweist sich eine solche Verbindung als störungsunanfälliger, als eine Variante, bei der alle Loops auf der einen Seite als Slave und alle Loops auf der anderen Seite als Master konfiguriert wurden.

Werden mehrerer Loops verbunden, sollten beide Adern eines Loops durchweg miteinander verdrillt sein. Werden Adern unterschiedlicher Loops auch nur für kurze Strecken miteinander verdrillt, kann Near End Crosstalk (Nahnebensprechen) auftreten, welches unter Umständen bis zum kompletten Verbindungsabbruch führt.

Wer die symmetrische Datenübertragung in ihrem ganzen Umfang ausnutzen möchte, benötigt einen hochperformanten Router wie etwa den G.SHDSL-Router 5110g, der die hochentwickelte Technologie voll ausschöpft. Nur mit einem solchen Gerät sind Übertragungsraten von 5.696 kbit/s zu realisieren.

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