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SDSL Leitung & Bonding

Dank gleicher Übertragungsraten bei Up- und Download sowie hoher Fehlertoleranz und Ausfallsicherheit bietet sich eine SDSL-Leitung beziehungsweise ein entsprechender Anschluss besonders für Geschäftskunden an. Zudem ist es beim SDSL-Standard möglich, mehrere Kupferdoppeladern zugleich für die Übertragung zu nutzen. Durch dieses sogenannte SDSL-Bonding lässt sich die zur Verfügung stehende Bandbreite um ein Vielfaches steigern. Somit lassen sich mit SDSL auch Bandbreiten zur Verfügung stellen, die auch für größere Unternehmen ausreichend sind.

Wie funktioniert das Bonding der SDSL-Leitung – und wodurch unterscheidet es sich vom IP-Loadbalancing?

Ein Großteil der in Deutschland installierten SDSL-Anschlüsse nutzt den G.SHDSL-Standard, in dem auch die technischen Voraussetzungen für das Bonding definiert sind. Mit G.SHDSL lassen sich zwei Doppelleitungen, mit dem erweiterten Standard G.SHDSL.bis sogar vier Leitungen für einen Anschluss bündeln. Für die höheren Ebenen des Netzwerkprotokolls erscheint die Leitung wie eine einzelne physikalische SDSL-Verbindung, denn das Bonding greift direkt zwischen dem SDSL-Interface des Routers und dem Verteilerknoten des Providers, DSLAM genannt. Hierin besteht auch der wesentliche Unterschied zwischen Bonding und IP-Loadbalancing, denn beim Loadbalancing müssen entweder der SDSL-Router oder die Anwendung selbst für eine möglichst gleichmäßige Auslastung der vier Leitungen sorgen, während dies beim Bonding das SDSL-Protokoll übernimmt.

Zudem stehen beim SDSL-Bonding verschiedene Sicherungssysteme bereit, sodass der Ausfall einer Leitung sofort erkannt und überbrückt werden kann. Zwar steht dann nur noch eine geringere Bandbreit zur Verfügung, die SDSL-Verbindung bleibt aber bestehen – gerade für Firmen ist das sehr wichtig, denn eine Störung des Internetzugangs kostet hier bares Geld.

Das SHDSL-Bonding eignet sich auch gut für Anwender in infrastrukturschwachen Regionen, denn aufgrund langer Anschlussleitungen und der daraus resultierenden Dämpfung steht hier meist nur ein Bruchteil der maximal möglichen Bandbreite zur Verfügung. Mit Leitungsbündelung lässt sich dieser Nachteil ausgleichen.

Welche Bandbreiten werden mit den verschiedenen SDSL-Standards erreicht?

Mit dem G.SHDSL-Standard sind mit einer Doppeladerleitung maximal 2304 kbit/s möglich. Durch Bündelung zweier Leitungen lässt sich dieser Wert auf 4608 kbit/s erhöhen. Mit dem erweiterten Standard G.SHDSL.bis sind, je nach Kodierungsverfahren, 3 840 oder 5696 kbit/s mit einer Kupferdoppelader möglich. Durch Bündelung von vier Doppeladern kommt man mit einer SDSL-Verbindung entsprechend auf bis zu 20 Mbit/s. Wie bei allen DSL-Verbindungen wird auch bei SDSL die maximale Bandbreite nur bis zu einer bestimmten Entfernung vom DSLAM erreicht – aufgrund der zunehmenden Dämpfung nimmt die Bandbreite mit steigender Entfernung zum Verteilerknoten immer mehr ab. Maximal lassen sich mit dem G.SHDSL-Standard rund sechs Kilometer überbrücken.

Überblick über die möglichen Geschwindigkeiten mit dem G.SHDSL-Standard und Bonding:

Mit dem G.SHDSL-Standard:

  • eine Doppelader: bis zu 2304 kbit/s
  • zwei Doppeladern: bis zu 4608 kbit/s

Mit dem G.SHDSL.bis-Standard:

  • eine Doppelader: mit TCPAM-16-Kodierung bis zu 3840 kbit/s, mit TCPAM-32-Kodierung bis zu 5696 kbit/s
  • zwei Doppeladern: bis zu 10 Mbit/s
  • drei Doppeladern: bis zu 15 Mbit/s
  • vier Doppeladern: bis zu 20 Mbit/s

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